8 Grundsätze zur Wahrung der Privatsphäre

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Wie sollen wir uns als Private, aber auch als Verantwortliche von Unternehmen verhalten, um unsere Privatsphäre zu wahren und unsere Geheimnisse zu schützen?  8 Grundsätze, die primär zum Denken anregen sollen:


Definieren Sie, was für Sie PRIVAT und GEHEIM bleiben soll.  Machen Sie keine Kompromisse und halten Sie das in ihrer persönlichen Papieragenda fest. Davon darf nichts ins Netz oder mit elektronischen Online-Mitteln bearbeitet werden.

  1. Brauchen Sie Cloud Dienste wirklich? Wieso soll die Cloud-Synchronisaton für sein als die direkte Synchronisation von Daten? Es gibt nach wie vor eine Vielzahl von  SW-Anbietern, die nicht cloudbasierte Anwendungen anbieten. Vergessen Sie Cloud Dienste, die nicht  im Inland gehostet werden und deren Betreiber Sie nicht persönlich kennen. Setzen Sie selbst einen Server auf oder machen Sie das in Gruppen, das ist nicht besonders schwierig. 
  2. Verlassen Sie sich nur auf Sicherheit von Anbietern, die vertrauenswürdig sind und die lokal tätig sind und weder US Unternehmen sind noch Ländern angehören, die bekanntweise auf aktive Spionage aus sind: “All Data Business is local”. Dies bedeutet auch, dass Sie vermehrt die lokale und europäische IT-Industrie berücksichtigen (ohne die notwendige Sorgfalt aus den Augen zu verlieren).
  3.  Machen Sie sich drauf gefasst, dass das Internet wie wir es heute kennen, auseinanderbrechen wird (schon aus militärischen Gründen unumgänglich). Wir werden zehn bis zwanzig  sichere und hundert Junk-Netzwerk bekommen (analog der heutigenTV-Landschaft). Zu welchem Sie Zugang haben, bezahlen Sie selbstverständlich. Kritische Infrastrukturen werden vom Staat über speziell geschützte Kanäle verbunden. Gehen Sie davon aus, dass Ihre Cloud-Daten von heute auf morgen nicht mehr verfügbar sein werden. 
  4. Verschleiern Sie Ihre privaten Daten und legen Sie, sofern Sie in sozialen Medien aktiv sind, eine Vielzahl von widersprechenden Profilen an. Ignorieren Sie AGBs, die solches zu verhindern suchen. Nutzen Sie keine automatischen Weiterleitungs- und Empfehlungsdienste. Prüfen Sie regelmässig, ob Daten über Se noch eine akkurat Aussage ermöglichen. Verlangen Sie Geld für Ihre Daten.
  5. Decken Sie die Überwacher und Spione mit grossen Datenmengen zu. Das Datenwachstum ist nämlich selbst heute noch so hoch (und nimmt weiter rasant zu), dass bereits ein prozentuales Wachstum im einstelligen Bereich die Überwachungssysteme zudecken wird.
  6. Bekämpfen Sie Überwachungsmittel wir Google-Glass und ähnliche Gadgets, die das Ende jeder Privatheit ermöglichen. Machen Sie sich politisch stark und stützen Sie die Bemühungen der Datenschutzbehörden (auch wenn die gegenwärtig ziemlich im Abseits stehen). Bringen Sie das Thema auf die politische Agenda und wählen Sie Politiker, die eine Ahnung von diesen Themen haben. Machen Sie sich für das “Recht auf Vergessen” stark.
  7. Und klar, beherzen Sie,was wir seit 20 Jahren  erzählen. Setzen Sie Verschlüsselungsmittel ein (es ist kein Zufall, dass es bis heute keine Verschlüsselungstools gibt, die wirklich einfach in der Anwendung sind). Denken Sie aber daran, dass die Verkehrsflussanalyse kaum unterbunden werden kann. Technik mag helfen, kann aber die aktive Prävention nie ersetzen (sonst wären wir alle sicher, denn pro Jahr werden rund 80 Mia. USD mit IT-Sicherheitsprodukten umgesetzt).

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