Führende Sicherheitsforscher haben wieder einmal vor den Gefahren des E-Vorings gewarnt.
Hier ist eine deutsche Zusammenfassung des englischen Artikels:
Internet-Wahlen sind unsicher und sollten nicht bei öffentlichen Wahlen verwendet werden
21 führende Computerwissenschaftler warnen eindringlich vor dem Einsatz von Internet-Wahlsystemen. Die Kernaussagen:
Grundlegende Sicherheitsprobleme
Alle Internet-Wahlsysteme leiden unter drei fundamentalen Schwachstellen: Erstens kann Schadsoftware auf dem Gerät des Wählers andere Stimmen übermitteln als gewählt wurden. Zweitens können Server gehackt und Stimmen manipuliert werden. Drittens können auch Computer in Wahlbüros kompromittiert werden. Das besondere Problem ist, dass ein einzelner Angreifer von überall auf der Welt sehr viele Stimmen mit einem einzigen Angriff manipulieren kann.
End-to-End-verifizierbare Systeme lösen das Problem nicht
Systeme mit Überprüfungsmöglichkeiten (E2E-VIV) haben eigene Schwächen: Die Überprüfungs-App kann selbst von Malware infiziert sein, nur wenige Wähler nutzen solche Funktionen überhaupt, und selbst wenn Betrug entdeckt wird, gibt es keine Möglichkeit dies zu beweisen oder das Problem zu beheben.
VoteSecure ist ebenfalls unsicher
Das kürzlich angekündigte System VoteSecure der Mobile Voting Foundation weist laut Experten die gleichen Sicherheitslücken auf. Selbst die Entwickler räumen ein, dass ihr System nicht fälschungssicher ist, Stimmenkauf ermöglichen könnte und keine Lösung für Streitfälle bietet. Zudem handelt es sich nur um einen „kryptografischen Kern“, nicht um ein fertiges Produkt.
Fazit der Wissenschaftler
Es gibt keine bekannte oder absehbare Technologie, die Internet-Wahlen sicher machen könnte. Wahlverantwortliche und Journalisten sollten skeptisch gegenüber Pressemitteilungen sein, die das Gegenteil behaupten.
